SV Beckdorf verlässt die Bühne erhobenen Hauptes

Zum letzten Spiel der Saison und damit auch zum letztem Spiel in der 3. Liga Nord waren die Handballer des SV Beckdorf zum OHV Aurich gereist. So verabschiedeten sie sich aus der Liga.

Der SV Beckdorf schlug sich vor mehr als 1100 Zuschauern beachtlich und verlor nur knapp mit 30:32 (14:15).

Das Beste kommt zuletzt, so könnte man die Leistung der Beckdorfer kommentieren. Denn gegen die durchaus ambitionierten Auricher, für sie ging es um den sechsten Tabellenplatz und damit um die Qualifikation für den DHB-Pokal, boten die schon lange als Absteiger feststehenden Beckdorfer eine ihrer besten Saisonleistungen.

Von Beginn an zeigten die Beckdorfer, dass sie auch in diesem Spiel nichts verschenken wollten. Nach 30 Sekunden brachte Eike Wertz seine Mannschaft erstmals in Führung. Beckdorf mischte zur Überraschung der Auricher und auch des Publikums munter mit und konnte in der 28. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung (12:15) herausspielen. Knackpunkt des Spiels war die Disqualifikation von Tobias Hesslein (30. Minute) nach einer missglückten Abwehraktion bei einem Auricher Tempogegenstoß durch wenig souveräne Schiedsrichter.

In der zweiten Hälfte mussten die Beckdorfer auf einen ihrer Leistungsträger verzichten. Trotzdem spielten sie weiter auf Augenhöhe (30:29, 56.) und standen kurz vor einer Sensation. Es hat am Ende nicht gereicht, aber der überaus gelungenen Präsentation des Absteigers zollte auch der Gegner am Ende Respekt. Der scheidende Coach Rayco Rodriguez war darum auch stolz auf seine Spieler. „Sie haben alles gegeben. Es ging um nichts mehr, außer zu zeigen, dass wir auch Handball spielen können.“ Das ist gelungen. Erhobenen Hauptes kann die Mannschaft die Bühne „Dritte Liga“ verlassen.

Die Statistik
SV Beckdorf: Stielert, Knust, Rudolphi 2, Brandt 1, Wertz 6, Hesslein 3/1, Bowe 4, Ankersen 6, Fuhrmann 1, Schmidt 6, Juzups 1, Trifanovs.

Siebenmeter: SVB 3/2 – OHV 7/6.

Zeitstrafen: SVB 6 (Disqual. Hesslein, 30. Minute) – OHV 3.

Zuschauer: 1130

Schiedsrichter: Kamper und Kamper (beide Wickrath)

Quelle: Tageblatt

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