SV Beckdorf feiert Derbysieg vor dem Derby

BECKDORF. Durch den 23:22 (13:12)-Sieg im Derby gegen den TuS Rotenburg haben die Oberliga-Handballer des SV Beckdorf ihre Chancen auf den Klassenerhalt gewahrt.
In der auch mit zahlreichen Rotenburger Fans gut gefüllten Beckdorfer Halle waren die Gastgeber von der ersten Minute an hellwach. Die Beckdorfer ließen, wie vor dem Spiel als Taktik zurechtgelegt, den Ball im Angriff laufen und vermieden zu frühe Abschlüsse. Rotenburgs Torschütze vom Dienst, Lukas Misere, wurde weitgehend aus dem Spiel genommen. Eine klare Führung (4:1, 10.; 9:5, 20.) war der Lohn.
Dann jedoch häuften sich auf Beckdorfer Seite technische Fehler und Fehlwürfe. Rotenburg kam heran. Beim Stand von 13:12 für den SV Beckdorf wurden die Seiten gewechselt. Danach schien sich das Blatt gegen die Beckdorfer zu wenden. Finn Nowacki bekam nach seinem dritten Foul in der 33. Minute die Rote Karte. Rotenburg ging mit 15:13 in Führung. Doch die Beckdorfer kämpften sich zurück. Vor allem die gut stehende Abwehr bildete das Rückgrat. Rotenburg konnte sich nicht absetzen. Beim 21:20 durch Michael-Leon Williams in der 52. Minute gingen die Beckdorfer erstmals wieder in Führung – und die hielten sie bis zum Schlusspfiff und umjubelten Sieg.
Ein erschöpfter Klaus Meinke dankte nach dem Spiel seiner Mannschaft. „Sie haben heute gekämpft ohne Ende“, sagte der Beckdorfer Interimstrainer. „Alle wussten, dass dies ein Entscheidungsspiel ist.“ Meinke hob Niko Korda hervor, der mit fünf Treffern nicht nur bester Beckdorfer Torschütze war. „Was dieser 17-Jährige geleistet hat, war einfach klasse.“ Korda habe Tempo und Dynamik in das Angriffsspiel gebracht und glänzte mit guten Anspielen an den Kreis.
Für den SV Beckdorf steht am kommenden Sonnabend (Anwurf um 19.30 Uhr) das Derby gegen den VfL Fredenbeck auf dem Spielplan und damit das nächste Entscheidungsspiel gegen den Abstieg. Meinke sieht Siegchancen für seine Mannschaft. „Wir haben noch eine Rechnung offen.“
 
Die Statistik
SV Beckdorf:Belizaire (1.-50. Min.), von Borstel (51.-60. Min.), Fieritz T., Nowacki 3/2, Hesslein 2, Korda 5, Benner 1, Kahrs, Fock 4/1, Williams 3, Jolitz 2, Dede 1, Fuhrmann 2
Siebenmeter: SVB 5/3 – TuS 4/3
Zeitstrafen: SVB 8 (Disqual.: Nowacki, 33. Min.) – TuS 6
Zuschauer: 230
Schiedsrichter: Hesselbarth und Schminke (Schiffdorf/Bremen)
Nächstes Spiel: SV Beckdorf – VfL Fredenbeck (6. April, 19.30 Uhr)
 
Quelle: Tageblatt.de
Dem SV Beckdorf helfen jetzt nur noch Siege

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